GRAPE


Allgemein:

Grape ist ein Ture-Color Bildbearbeitungsprogramm.
Jede Bearbeitung findet immer in 24 Bit statt,
auch wenn z.B. eine S/W-Datei geffnet wurde.

Grape kann nur eine sog. Hauptdatei geffnet
halten. Eine Hauptdatei kann aus beliebig
vielen Ebenen und Masken bestehen, alle
Ebenen und Masken haben die gleiche
Gre (d.h. Breite und Hhe in Pixel).

Die Bearbeitung findet im Hauptfenster
statt. Dieses besteht aus dem Bildbereich
und dem Toolbar.



Farbfelder:

Alle Farbfelder in Grape knnen auf drei
Arten benutzt werden:

Einfachklick oder Rechtsklick: Die Farbe
wird als Zeichenfarbe in die Stift-Parameter
bernommen.

Doppelklick: Der Farbeditor ffnet sich mit
der angeklickten Farbe.

Drag & Drop: Linksklick und Maustaste halten
lt das Farbfeld an die Maus "kleben".
Man kann die Farbe ber jedem anderen Farb-
feld oder ber dem Hauptfenster "fallen lassen"
(Maustaste loslassen), das Zielfeld nimmt dann
diese Farbe an.



Das Werkzeugfenster

Im Werkzeugfenster whlt man durch
Anklicken oder per Funktionstasten
das gewnschte Werkzeug.

Im rechten Bereich des Werkzeugfensters
erscheinen dann entweder zustzliche
Werkzeugfunktionen oder oder ein Button,
mit dem man ein weiteres Fenster mit
Optionen ffnen kann.

Die meisten Werkzeuge bieten ber die
rechte Maustaste und/oder die Umschalt-
tasten zustzliche Funktionen an.

[F1] Der Stift

Mit dem Stift zeichnet man im Hauptfenster
(freihand). 
Mit der rechten Maustaste ndert sich die
Stiftfunktion in "Pipette". Mit dieser kann
man die Zeichenfarbe an einer beliebigen Stelle
aus dem Hauptfenster (oder anderen Farbfeldern
oder dem Preview-Fenster) whlen.
Der Stift ist kein statisches Werkzeug sondern
ndert seine Funktion je nach gewhltem Stift 
aus der Stiftpalette.

Durch Klick auf "Optionen" ffnet sich das
Fenster "Stift-Parameter".

Hier sieht man links zunchst den aktiven
Stift gefolgt von der Zeichenfarbe (Farbfeld).


Mit den drei folgenden Kstchen kann man die
Verbindungsart der gemeldeten Mauspositionen
beim Zeichnen whlen (Mausbewegungen werden
je nach Geschwindigkeit ja nur in bestimmten
Pixelabstnden vom System registriert).
Mit der ersten Option werden nur die tatschlich
gemeldeten Positionen gezeichnet, mit der
zweiten wird zwischen diesen Positionen in
groben, mit der dritten in feinen Abstnden
interpoliert um so einen geschlossenen Linienzug
zu erhalten.
Auer per Mausklick kann auch per Ziffernblock
mit den Tasten [1] [2] und [3] zwischen diesen
Verbindungsarten umgeschaltet werden.

Mittels "Farb-Art" whlt man zwischen deckender
und lasierender Farbe. Dies kann ebenfalls per
Mausklick oder Ziffernblock (Tasten [+] und [-])
erfolgen.

Mittels "Flow-Speed" stellt man bei den Stiften,
die als Auftrags-Art "Flow" eingestellt haben 
die Strahlgeschwindigkeit. Also die Geschwindig-
keit mit der zustzliche Farbe aufgetragen wird,
solange die Maus auf der selben Stelle verharrt.
Geht das nicht, leuchtet die kleine Anzeige rot, 
ansonsten dunkelgrn, falls Flow aus ist und 
hellgrn, sobald Flow durch Rechts-Schieben des
Reglers aktiviert wird.



[F2] Das Fllwerkzeug

Mit dem Fllwerkzeug knnen Flchen gleicher oder
hnlicher Farbe gefllt werden. Die Fllfarbe
ist dabei die im Fenster "Stift-Parameter" ein-
gestellt. Alle anderen Elemente aus diesem Fenster
haben keine Auswirkung auf das Fllwerkzeug.

Im rechten Bereich des Werkzeug-Fensters erscheint
der Toleranz-Regler. Hier kann man angeben, wie
gro die Toleranz bei der Suche des Fllbereichs
sein soll. Das funktioniert so:
Klickt man mit dem Fllwerkzeug in den Zeichenbereich,
wird der angeklickte Pixel als Quellfarbe gespeichert
und durch die Stift-Farbe ersetzt. Das gleiche
geschieht mit allen umliegenden Pixeln, die dieselbe
Farbe wie der Quell-Pixel aufweisen.
Ist nun eine Toleranz grer Null eingestellt, so
werden auch Pixel umgefrbt, die nur eine hnliche
Farbe besitzen, rein rechnerisch wird dazu dr Grauwert
des Pixels berechnet und die Differenz zum Quellpixel
mit der eingestellten Toleranz verglichen.
Einstellen lt sich die Toleranz auf drei Arten:
Entweder grob mit dem kleinen Regler. Oder fein, wenn
man die kleine Box unter dem Regler anklickt, es 
erscheint dann ein groer Regler zur Feineinstellung.
Im Farbfeld wird dabei immer der Grauwert dargestellt,
der der gewhlten Toleranz entspricht.
In dieses Farbfeld kann man aber auch direkt eine
Farbe ziehen und somit die Toleranz fr bestimmte
Farbnuancen erhhen. Will man z.B. eine hohe
Toleranz im Rot-Bereich, so zieht man einfach eine
rote Farbe in das Toleranz-Feld.

Mit Rechtsklick wechselt das Fllwerkzeug seine
Funktion zur Pipette.

Mit Alt+Linksklick wird die Fllfarbe den Quellfarben
angepat, d.h. wird wegen einer Toleranz > 0 z.B.
ein Pixel mit hellerer Farbe als der Quellfarbe gefllt,
so wird die neue Farbe fr diesen Pixel um den gleichen
Grad aufgehellt,

Mit CTRL+Linksklick wird nur der Rand des Fllbereichs
einen Pixel breit gefllt.

CTRL und ALT lassen sich auch kombinieren.


[F4] Der Stempel

Mit dem Stempel lassen sich beliebige Bildausschnitte
als Stift einsetzen.
Dazu kann man per Rechtsklick einen Rahmen um den
gewnschten Ausschnitt ziehen und anschlieend mit
Linksklick mit diesem Ausschnitt zeichnen.

Durch Klick auf "Optionen" erscheint das Fenster
mit den Stempel-Optionen.

Hier sieht man zunchst links den gewhlten Ausschnitt, 
ggf.in verkleinerter Darstellung.
Rechts sieht man eine evtl. dazugehrige Maske. Diese
Maske ist dann wichtig, wenn man entweder nicht mit
einem rechteckigen Ausschnitt zeichnen will oder nicht
alle Bereiche in gleicher Intensitt aufgetragen werden
sollen.
In der Mitte wird die Auftragsart festgelegt. Neben
lasierend hat man die Wahl, ob alle weien Bereiche
des Stempel-Bildes weggelassen (kann die Maske ersparen)
oder auch gezeichnet werden sollen.

Mit dem Pfeil-Icon links im Fenster aktiviert man den
"Cycle-Mode". Dieser bewirkt, da vor dem einkopieren
eines Stempels ins Bild der dortige Inhalt als neuer
Stempel ausgelesen wird. In diesem Fall wird ein
gewhlter Ausschnitt natrlich nicht mehr benutzt sondern
nur noch die Maske.
Mit dem "Cycle-Mode" lassen sich interessante Verzerrungs-
Effekte erzielen.

Mit dem Masken-Icon rechts im Fenster legt man fest,
ob die Maske benutzt werden soll oder nicht.

ber das kleine Disketten-Icon kann man komplette
Stempel incl. aller Einstellungen laden und speichern.

Mit den beiden Rahmenicons unterhalb der Ausschnitte
hat es folgendes auf sich:
Normalerweise versucht Grape die Absicht des Anwenders
zu erkennen, wenn dieser mittels Rechtsklick einen
Stempelrahmen aufzieht. Je nachdem ob z.B. die Maske
sichtbar ist oder man sich im Maskeneditiermodus befindet
werden neben den Bildinformationen auch gleich (oder
sogar nur) die Maskeninformationen bernommen.
Luft dies einmal anders, als vom Anwender gewnscht, 
kann er gezielt zum Rahmenwerkzeug wechseln, einen
beliebigen Bildbereich selektieren und nun mittels
besagter Icons den Bereich konkret als Ausschnitt
oder Maske bernehmen.


[F5] Das Rahmenwerkzeug

Mit dem Rahmenwerkzeug kann man beliebige (rechteckige)
Bildausschnitte selektieren und anschlieend ber
das Bearbeiten-Men kopieren, ausschneiden, lschen und
einfgen.
Beim Einfgen wird der Einfge-Modus aus dem Optionen-
Men beachtet.

Wie beim Fllwerkzeug lt sich eine Toleranz einstellen,
die beim Rechtsklick oder CTRL-Linksklick ausgewertet wird.
Dann wird nmlich automatisch der Bereich selektiert, der
dem angeklickten Pixel in Farbe plus Toleranz entspricht.
Auf diese Weise lassen sich sehr einfach Objekte wie
Buchstaben o.. selektieren.

Einen Auswahlrahmen kann man durch Hineinklicken verschieben,
durch Klick auf die Randmarkierungen in der Gre ndern.
Hlt man dabei die Shift-Taste gedrckt, geschieht jede
nderung proportional, d.h. beim Verschieben wird immer
um genau eine Rahmenbreite/hhe verschoben, beim Gren-
ndern ber eine Ecke bleiben die Seitenverhltnisse
erhalten und beim Grenndern ber eine Seite werden alle
Ecken gleichmig ausgedehnt (am besten ausprobieren).

Mittels dem Menpunkt "Bearbeiten/Rahmen auf Clipgre"
kann der Rahmen auerdem auf die Gre des Bildes
(bzw. Ausschnitts) eingestellt werden, das sich im 
Clipboard befindet. Das Bild kann dann originalgetreu 
eingefgt werden. Andernfalls wird der Clipboard-Inhalt
beim Einfgen automatisch auf die eingestellten Rahmen-
Mae skaliert.


[F6] Der Zauberstab

Mit dem Zauberstab lassen sich Bildbereiche automatisch
maskieren. Die Maske sollte dazu (mu aber nicht)
sichtbar geschaltet sein.

Dazu stellt man (hnlich dem Fllwerkzeug) die gewnschte
Toleranz ein, wobei man sich hier entweder auf's Probieren
oder auf Erfahrungswerte verlassen mu.
Oft kann es auch sinnvoll sein, den umgebendenen Bereich
des gewnschten Objekts per Zauberstab zu maskieren und
anschlieend einfach die Maske zu invertieren.

Mit CTRL-Linksklick wird nur der Rand des berechneten
Bereiches maskiert.

Mit Rechtsklick erhlt man das Auto-Maskierwerkzeug.
Dieses Werkzeug arbeitet innerhalb des kleinen Quadrats,
das durch den Mauszeiger umgeben wird. In diesem Bereich
versucht das Werkzeug automatisch Objektgrenzen zu finden
(ebenfalls in Abhngigkeit von der eingestellten Toleranz)
und maskiert anschlieend den Teil, in dem sich der Quadrats-
Mittelpunkt befindet.
Man kann also mit diesem Werkzeug einfach eine Kontur grob
entlangfahren und dabei automatisch maskieren lassen. Dazu
sind allerdings Erfahrungswerte im Umgang mit dem Toleranz-
Regler erforderlich.
Auerdem gilt auch hier, da es ggf. einfacher ist erst den
ungewnschten Bereich zu maskieren und anschlieend die Maske
zu invertieren.


[F8] Die Lupe

Mit der Lupe werden Bildausschnitte vergrert (Linksklick)
oder Verkleinert (Rechtsklick).
Dazu kann man entweder mit der linken Maustaste einen Rahmen 
aufziehen, der gewhlte Bereich wird dann so vergrert, da
er in das Fenster pat.
Oder man klickt einfach auf das Zentrum des zu zoomenden
Bereichs, das Gesamtbild wird dann um den Faktor vergrert
bzw. verkleinert, der rechts im Werkzeugfenster eingetragen
wurde.


